Eduard-Erdmann-Gesellschaft e.V.

Die Eduard-Erdmann-Gesellschaft e.V. wurde 2013 in Langballigau gegründet. Ihr Ziel ist es, die Erinnerung an den Pianisten und Komponisten zu bewahren sowie die Auseinandersetzung mit Person und Werk zu fördern. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bedeutung seines Refugiums in Langballigau, einem Dorf an der Flensburger Förde.

Eduard Erdmann (*1896 in Wenden/Lettland , +1958 in Hamburg) war einer der bedeutendsten Pianisten seiner Zeit und ein gefeierter Komponist. 35 Jahre lang lebte er in Langballigau. Das Haus mit der heutigen Anschrift Langballigauer Straße 5 hatte seine Frau Irene1923 als Sommersitz gekauft, 1935 wurde es zum ständigen Wohnsitz der Familie. Es ist heute, nahezu unverändert, in Privatbesitz.

Das Haus der Erdmanns in Langballigau entwickelte sich rasch zum Treffpunkt für einige der herausragendsten und außergewöhnlichsten Künstler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zu diesen zählten der später im Exil lebende Komponist Ernst Krenek, die Künstlerin Anna Mahler, der Maler Emil Nolde aus dem nahen Seebüll sowie Hans Holtorf, Maler und  avantgardistischer Theatermacher, und der Maler Erich Heckel, der die Sommer im benachbarten Osterholz verbrachte.

Zu den Zielen der Eduard-Erdmann-Gesellschaft gehören die Kooperation mit Universitäten und Hochschulen zur Förderung wissenschaftlicher Arbeiten zu Person und Werk des Pianisten und Komponisten und seines Freundeskreises in Langballigau sowie die Zusammenarbeit mit Trägern und Institutionen der Kulturförderung in der Region.